Schulprogramm

IN UNSERER SCHULE ...

achten wir auf ein positives Schulklima, indem wir eine freundliche, angstfreie und vertrauensvolle Atmosphäre schaffen und uns gegenseitig respektieren, damit wir erfolgreich lernen können.

gestalten wir Unterricht für alle Kinder unter Berücksichtigung ihrer individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten mit dem Ziel, ihnen allen die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie die Freude am Lernen für ihren weiteren Lebensweg zu vermitteln.

findet Erziehung statt, da allen Kindern gemeinsame, demokratische Werte und Normen vermittelt werden. Unter Wahrnehmung ihrer Individualität können sie zu verantwortungsbewussten, rücksichtsvollen und eigenständigen Persönlichkeiten sich entwickeln.

zeigt sich die Professionalität der Lehrkräfte und Mitarbeiter, indem ein fachlicher und methodischer Austausch, eine pädagogische Zusammenarbeit und regelmäßige Weiterbildungen stattfinden.

pflegen wir zahlreiche Außenbeziehungen im Netzwerk Coerde, um unseren Kindern und deren Familien vielfältige Unterstützung zu geben.

sehen wir die kulturelle Vielfalt in unserer Schülerschaft als Bereicherung und integrieren diese in unseren Unterricht und in die Vermittlung eines friedlichen und toleranten Miteinanders.

Leseförderung

"Über Lesen wird eine Vielzahl von Lebensbereichen erschlossen, neben Informationen werden Wertvorstellungen und kulturelle Inhalte vermittelt. Damit nimmt das Lesenkönnen eine Schlüsselfunktion für erfolgreiches Lernen ein."1 Um Lesekompetenz zu erreichen, sind Lesemotivation und die Erreichung von Lesefreude unerlässlich. Innerhalb unserer Klassen wird daher von Beginn an großer Wert auf das Vorlesen durch die Klassenlehrerin gelegt, dem besonders im ersten Schuljahr viel Raum gegeben wird. Auch der muttersprachliche Vorleseunterricht "Mulingula" unterstreicht unser Anliegen, den Kindern unserer Schule Interesse und Genuss am Lesen zu vermitteln.

Ab dem zweiten Schuljahr ist für alle unsere Klassen eine feste Antolin-Lesestunde im Stundenplan verankert. Die Kinder können im Lesegarten in gemütlicher Leseatmosphäre Bücher verschiedener Genres lesen und anschließend im Online Portal Quizfragen dazu beantworten. Dies fördert die Kinder auf ihrem Weg zum eigenständigen Lesen und in der Entwicklung der eigenen Leseidentität und bietet zudem sinnvolle Differenzierungsmöglichkeiten. Alle Klassen verfügen darüber hinaus über eine eigene kleine Klassenbücherei, die den Kindern jederzeit in Freiarbeitsphasen und Lesezeiten zur Verfügung steht.

Für lesefitte Kinder der 2. und 3. Schuljahre werden Forderstunden angeboten, in denen sie ihre Erfahrungen mit unterschiedlichen Textsorten (fiktionale Texte, lyrische und szenische Texte, Sach- und Gebrauchstexte) erweitern, Lesestrategien vertiefend anwenden oder Ganzschriften lesen.

Inklusion – gemeinsam leben, gemeinsam lernen

In der Melanchthonschule sind ALLE Kinder willkommen. Das Lehrerteam unserer Schule verfolgt das Ziel, Kinder in ihrer Gesamtpersönlichkeit individuell zu unterstützen und zu fördern, um so die Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse der Kinder zu vertiefen und zu erweitern.

Auf diese Weise kann Selbstbewusstsein bzw. Selbstwertgefühl der Kinder gestärkt und eine Basis für erfolgreiches Lernen mit dem Ziel einer erfüllten Lebensperspektive geschaffen werden. Individuelle lern- und lebensbegleitende Förderung, die eine am Einzelfall orientierte Kind-Umfeld-Analyse beinhaltet, begreift das Kind als eigenaktives Individuum und geht von seinem Können und seinen Stärken aus (Ressourcenorientierung).

An der Verschiedenartigkeit der Kinder, wie sie in besonderem Maße an unserer Schule zu finden ist, orientiert sich unsere pädagogische Arbeit.

Der Inklusionsgedanke geht von einer Gleichwertigkeit ALLER Menschen aus, unabhängig von der Rasse, der Hautfarbe, dem Geschlecht, der Sprache, der Religion, der nationalen, ethischen oder sozialen Herkunft oder einer möglichen Behinderung (vgl. Rechte des Kindes, Artikel 2, 1989).

    Inklusion bedeutet für uns:
  • Vielfalt ist normal! Jedes Kind ist besonders, außergewöhnlich, individuell. Heterogenität ist in den Klassen selbstverständlich (Heterogenität als Normalität). das Wahrnehmen, Akzeptieren und Wertschätzen eines Jeden.
  • einen Raum zu schaffen, indem Schule zur Lern- und Lebenswelt wird. Das Kind erlebt sich selbst als wichtigen Teil einer Gemeinschaft.
  • jedes Kind individuell zu fördern. Die Förderung beschränkt sich nicht nur auf Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, sondern lenkt den Blick auch auf Hochbegabte, sowie auf Kinder mit unterschiedlichem familiären, sozialen und kulturellem Hintergrund.
  • alle Ressourcen für alle Kinder zu nutzen.
  • multiprofessionelle Teamarbeit ist selbstverständlich und notwendig.
  • alle Barrieren in Bildung und Erziehung für alle Schülerinnen und Schüler auf ein Minimum zu reduzieren.

In unserer inklusiven Schule finden sich ALLE Kinder, also auch die mit sonderpädagogischem Förderbedarf, wieder. Zurzeit besuchen Kinder mit den Förderschwerpunkten Sprache, Lernen, emotional-soziale Entwicklung und Sehen unsere Schule. Kinder mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung können nur bedingt an unserer Schule aufgenommen werden, da die baulichen Voraussetzungen der Schule nicht rollstuhlgerecht sind. Inklusiver Unterricht wird zielgleich oder zieldifferent durchgeführt. Zielgleicher Unterricht (Förderschwerpunkt: Sprache, sozial- emotionale Entwicklung, Sehen, körperliche und motorische Entwicklung) bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler nach den allgemeinen Richtlinien und Lehrplänen der Grundschule unterrichtet werden. Zieldifferent geförderte Kinder (Förderschwerpunkte: Lernen oder Geistige Entwicklung) erhalten individuelle Fördermaterialien, die ihnen das Lernen in individuell angepassten Schritten bei angepasstem Lerntempo mit regelmäßiger individueller Unterstützung durch die Sonderpädagogen ermöglicht. Grundlage für einen zieldifferenten Unterricht sind die Richtlinien und Lehrpläne der entsprechenden Förderschule.

Sonderpädagogische Arbeit

Die Sonderpädagogik in der Melanchthonschule zielt auf die gesellschaftliche Eingliederung von Kindern mit besonderem Förderbedarf und die Verwirklichung ihres Rechts auf Bildung und Erziehung ab. Sie beschäftigt sich somit mit der schulischen und außerschulischen Erziehung, welche zur Selbstständigkeit führen soll. Dementsprechend sehen Sonderpädagogen ihre Aufgabe darin, durch individuelle Hilfen den betroffenen Menschen ein großes Maß an schulischer und beruflicher Eingliederung sowie gesellschaftlicher Teilhabe und selbstbestimmter Lebensgestaltung zu bieten. Ziel der Sonderpädagogik ist es, das Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf in seiner Ganzheit zu erfassen, es in seinen individuellen Einschränkungen und Entfaltungsmöglichkeiten zu sehen, um ihm vor diesem Hintergrund zur größtmöglicher Selbstverwirklichung in der Gemeinschaft mit anderen zu verhelfen.

Sonderpädagogische Lehrfunktion

Individuelle Förderung

Ein elementar wichtiges Grundprinzip unserer Schule ist die individuelle Förderung. Auf Grund von großer Heterogenität in Herkunft und Lernausgangslage ist die individuelle Förderung das Fundament unserer Arbeit, um ein ermutigendes, motivierendes und erfolgreiches Lernen für jedes Kind zu ermöglichen. Im Zentrum des Lernens an unserer Schule stehen die Lehrwerke Der, Die, Das im Bereich Deutsch sowie das Lehrwerk Denken und Rechnen im Fach Mathematik. Beide Lehrwerke ermöglichen ein individuelles Lernen sowohl für Kinder mit einem erhöhten Sprachförderbedarf als auch für leistungsstarke Kinder. Als Vorraussetzung für eine optimale Förderung werden in Zusammenarbeit von Klassenlehrern und Fachlehrern individuelle Förderpläne erstellt, die regelmäßig aktualisiert werden. Um den Lernstand eines jeweiligen Kindes genau zu erfassen, werden regelmäßig folgende Tests durchgeführt und ausgewertet: Bild-Wort-Test und Diagnosediktate von Norbert Sommer-Stumpenhorst, Stolper-Wörter-Lesetest von Winfried Metze und der Matinko Test.

DAZ – Deutsch als Zweitsprache

Kinder, die über keine oder nur geringe deutsche Sprachkenntnisse verfügen, erhalten in Kleingruppen von 3-5 Schülern intensiven Sprachunterricht. Die Festlegung der Gruppen und Anzahl der Wochenstunden erfolgt entsprechend dem Sprachstand der Schüler. Die Lage der Stunden wird in Absprache mit der Klassenlehrerin festgelegt.

Die Inhalte des DAZ-Unterrichts entstammen hauptsächlich aus der direkten Lebens- wirklichkeit der Kinder, z.B.: Familie/Freunde/Schule/Wohnen/Kleidung/Einkaufen. Dabei wird dem Unterrichtswerk "der, die, das" entsprechend u.a. der Sprachförder- koffer "DAZ mit Malli und Matz" eingesetzt.
Ein dem Alter entsprechender Wortschatz und sicherer Gebrauch der deutschen Sprache ist die Grundlage für jedes Kind, um erfolgreich am Schulalltag teilnehmen zu können. Darum wird in der Melanchthonschule ein spezielles DAZ-Förderkonzept entwickelt.

Schulleben

Für Schülerinnen und Schüler ist die Schule ein bedeutsamer Abschnitt ihres Lebens. Schule ist mehr als Unterricht. Sie umfasst neben dem herkömmlichen Unterrichtsgeschehen vielfältige Aktivitäten, die nicht zwingend an den Klassenraum und den Lernort Schule gebunden sein müssen. Schule versteht sich somit auch als Lebens- und Erfahrungsraum der Kinder, in dem sowohl Individualität als auch Gemeinschaft gelebt wird. Unser ständiges Ziel ist es, eine freundliche und vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, also ein Schulklima, in dem sich alle wohlfühlen und sich als Persönlichkeit akzeptiert sehen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um kindliche Lernfreude zu erhalten und ihnen alle notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten für ihren weiteren Lebensweg zu vermitteln. Hierbei ist es besonders wichtig, die Familien unserer Schüler mit einzubeziehen, indem wir sie einerseits zur aktiven Mitarbeit einladen und andererseits intensiv in ihre Erziehungsarbeit unterstützen.

Durch verantwortungsbewussten und rücksichtsvollen Umgang mit multikultureller Vielfalt und individuellen Unterschieden werden die Kinder positiv in ihrer Entwicklung zu eigenständigen Persönlichkeiten unterstützt. Die Einhaltung erarbeiteter Schul- und Klassenregeln ist hierfür unerlässlich. Die Schule führt hierzu regelmäßig unterstützende Maßnahmen wie "Faustlos" und "Halt! Keine Gewalt" (ein Musik-Theater-Projekt des Arbeitskreises ,,Soziale Bildung und Beratung") durch.

Alle Kinder werden individuell nach ihrem Lern- und Leistungsvermögen gefördert. Für notwendige zusätzliche Fördermaßnahmen werden von den beteiligten Lehrkräften Förderpläne erstellt. Im Laufe der Förderung erfolgt eine Anpassung der Pläne an den jeweiligen Lernstand. So werden Fortschritte und Veränderungen dokumentiert um einen umfassenden Überblick zu gewinnen. Kinder mit geringen oder gar keinen Deutschkenntnissen erhalten intensive und individuelle Sprachförderung (siehe gesonderte Ausführung: DaZ). Weitere Förderung ihrer Sprachkompetenz erfahren ausländische Kinder durch Mulingula, einem muttersprachlichen Vorleseprojekt (siehe gesonderte Ausführung). Alle Kinder ab dem 2. Schuljahr nehmen am Antolin-Internet-Leseportal teil. Hierzu erhält jedes Kind einen eigenen Benutzernamen und ein persönliches Kennwort, welche es nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause benutzen kann. Unsere Kinder erleben während ihrer Grundschulzeit verschiedene musisch-künstlerische Aktivitäten über den Stundenplan hinaus. Hierzu werden sie von der Stiftung Einklang eingeladen. Kreativität und soziale Kompetenz können sich so spielerisch entfalten und einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung leisten.

Regelmäßig wiederkehrende Aktivitäten und Feiern

Das Schuljahr bietet viele Möglichkeiten, zu bestimmten Anlässen Unternehmungen zu wiederholen. So entsteht vertraute Regelmäßigkeit. Beispiele:

Innerschulisch

  • Besuch der kommenden Schulneulinge in der Schule
  • Begrüßungsfeier für die Schulanfänger
  • Jahreszeitlich bedingtes Hallensingen
  • Nikolausfrühstück
  • Adventsfeiern
  • Schulkarneval
  • Verabschiedung der Viertklässler
  • Schulfeste und Projekte
  • Zirkus Coerdini
  • Zirkus Oskani
  • Rollende Waldschule
  • Gesundheitserziehung (Zähne/Gesundes Frühstück)

Außerschulisch

  • Gemeinsame Aktionen mit der Stadtbücherei
  • Theaterveranstaltungen
  • Aktion "Sauberes Münster"
  • Aktionen zur Verkehrserziehung (Schulwegbegehung/Jugendverkehrsschule)
  • Schulgottesdienste zu ausgewählten Festen des Jahreskreises
  • Bundesjugendspiele/Alternative Sportfeste
  • Klassenfahrten und Ausflüge

Schuleingang und sozialpädagogische Förderung

Der Schwerpunkt der sozialpädagogischen Arbeit an der Melanchthonschule liegt eindeutig in der Schuleingangsphase, da hier der Bedarf an Förderung und Unterstützung am Größten ist. Gründe hierfür sind sicherlich die immer jünger werdenden Schüler sowie die häufig belastenden Lebensumstände der Kinder (Armut, psychosoziale Probleme der Eltern, Wohnsituation der Familien, alleinerziehende und sehr junge Eltern, etc.). Um den Kindern den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu erleichtern, arbeiten die sozialpädagogischen Fachkräfte primär in den beiden ersten Schuljahren im Team mit den Klassenlehrerinnen und den Förderschullehrerinnen. Ein erstes Kennenlernen der Kinder und der sozialpädagogischen Fachkräfte fand bisher schon zwei Jahre vor der Einschulung durch die Sprachstandsfeststellung "delfin4" statt. Seit diesem Schuljahr testen die sozialpädagogischen Fachkräfte nur noch Vierjährige, die keinen Kindergarten besuchen.

Während der Schulanmeldung beteiligt sich die Sozialpädagogin an der Einschulungsdiagnostik, die gemeinsam mit der Schulleitung und den Förderschullehrerinnen durchgeführt wird. Außerdem besucht sie mit der Schulleiterin die Kindergärten und führt die Einschulungsdiagnostik mit den Kindern durch, die bei der Schulanmeldung nicht anwesend waren oder erst später angemeldet wurden. Das Kennenlernen der Kinder in einer vertrauten spielerischen Situation und der kollegiale Austausch mit den Erzieherinnen ermöglicht eine Reihe von Hilfen und Maßnahmen im Vorfeld der Einschulung:

  • bei der Beratung der Eltern bezüglich verschiedener Therapien (z.B. Logopädie, Ergotherapie)
  • Kooperation mit den Förderschullehrerinnen bei Kindern mit besonderem Förderbedarf im Bereich Lernen, Sprache und emotionale und soziale Entwicklung
  • Gemeinsame Fallbesprechungen und Hilfeplangespräche mit Förderschullehrern und Erzieherinnen
  • Vermittlung von familienentlastenden Hilfen, die das Kind stärken (HTG, OGTS, etc.)
  • Eventuell Durchführung von
  • Verfahren gemeinsam mit der Schulleitung.

Im Rahmen der Schuleingangsdiagnostik unterstützt die Sozialpädagogin die Lehrerinnen des ersten Schuljahres bei der Beobachtung der Kinder und bei der Feststellung der Lernausgangslage ("Mit Mirola durch den Zauberwald"). Ein Schwerpunkt der sozialpädagogischen Förderung im ersten Schuljahr liegt auch auf der Förderung und Begleitung entwicklungsverzögerter Kinder im Unterricht, die noch Schwierigkeiten haben, sich im Schulalltag zurecht zu finden und den dort gestellten Anforderungen adäquat zu begegnen. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Förderung des Sozial- und Arbeitsverhaltens aller Kinder des ersten Schuljahres durch verschiedene Formen des Sozialtrainings (z.B. Magic Circle, "Klasse-Klasse-Spiel", etc.) und durch die Unterstützung im Unterricht (Organisation des Arbeitsmaterials, Hinführung zum selbständigen Arbeiten, etc.).

Die sozialpädagogische Förderung der Kinder findet sowohl im Rahmen des Klassenunterrichts als auch im Rahmen der Kleingruppenförderung (Förderung der Feinmotorik und der Grundfertigkeiten im Bereich Deutsch und Mathematik) statt. Als besonders notwendig hat sich auch die Einzelbetreuung von Kindern in Krisen- und Konfliktsituationen sowie das Thema Streitschlichtung erwiesen. Außerdem bietet die Sozialpädagogin für alle Kinder Sportangebote mit dem Schwerpunkt "motorische Förderung" an (Zirkus-AG, Xlider, Waveboard, Fußball), begleitet die Kinder zu Fußballturnieren und nimmt am Zirkus Coerdini teil.

Unsere Projekte

Projekttage

Projekttage finden an unserer Schule in unregelmäßigen Abständen klassenintern und klassenübergreifend statt. Die Themen der Projekttage sind sehr unterschiedlich. Sie können von den Kindern gewählt werden, sich an den Jahreszeiten oder an aktuelle Vorhaben orientieren. Die Kinder arbeiten intensiv über einen längeren Zeitraum an einem Thema. Am Ende eines Projekts werden die Arbeitsergebnisse vorgestellt. Projekte sind bei unseren Kindern sehr beliebt, da sie eine Abwechslung im Schulalltag darstellen. Manchmal werden auch außerschulische Lernorte aufgesucht (z.B. Zoo, Bücherei, Museum).

Klassenfahrten

Mit der Klasse Gemeinschaft erleben.
Das ist unser Ziel, wenn die Kinder einmal im Jahr gemeinsam einen eintägigen Ausflug oder eine mehrtägige Klassenfahrt unternehmen. Die Kinder fahren in den Zoo, ins Museum, in ein Theater, in einen Wald oder zu ähnlichen Orten. Im dritten oder im vierten Schuljahr fahren sie gemeinsam für zwei oder drei Tage in eine Jugendherberge. Außerhalb der Schule Zeit miteinander zu verbringen, ist für die Klassengemeinschaft von großer Bedeutung. Das gemeinsame Spielen, Lernen und Leben verbindet und birgt viele Möglichkeiten für ein besseres gegenseitiges Verständnis. Soziale Kompetenzen werden gestärkt, Teamfähigkeit gefordert und ganzheitliche Erfahrungsräume geschaffen .

Gewaltprävention

Konzept Gewaltprävention

Faustlos

Ab dem 1.Schuljahr wird ein Verhaltenstraining mit Hilfe des Programms "Faustlos" von Manfred Cierpka wöchentlich eine Stunde im Klassenverband unterrichtet. Es sensibilisiert und vermindert impulsives und aggressives Verhalten und erhöht soziale Kompetenzen in drei Einheiten:

  • Empathie
  • Impulskontrolle
  • Umgang mit Ärger und Wut

Klassenregeln

Die Klassengemeinschaft wird durch Klassenregeln gefördert und durch Klassenrituale und –dienste gestärkt. Die Schule hat sich auf acht Klassenregeln geeinigt. Sie gelten für jede Klasse und sind auch im Klassenraum visualisiert.

    1. Ich arbeite leise ohne die anderen Kinder zu stören.
    2. Ich renne nicht durch den Klassenraum.
    3. Stopp-Regel: Ich löse Konflikte ohne Gewalt. (Halt, keine Gewalt!)
    4. Ich höre zu, wenn jemand spricht.
    5. Ich passe im Unterricht auf und denke bei Problemen erst selber gründlich nach.
    6. Ich zeige auf, wenn ich etwas sagen möchte, und warte, bis ich dran genommen werde.
    7. Ich helfe anderen.
    8. Ich komme pünktlich zum Unterricht.
    Ein angemessenes Verhalten wird in den Klassen positiv verstärkt, zum Beispiel durch das "Ampelsystem" oder ein "Verhaltenstagebuch". Im Klassenrat werden aktuelle Konflikte besprochen und Lösungswege auch unter Berücksichtigung der Klassenregeln gemeinsam besprochen. Bei Missachtung der Klassenregeln füllen die Schüler einen "Denk-nach-Zettel" aus, der von den Eltern unterschrieben wird.

Schulhofregeln

Pausen stellen Erholungsphasen dar, damit anschließend ruhig weiter gelernt werden kann. Zum positiven Miteinander in der Pause sind folgende Regeln wichtig:

  • Wir gehen höflich miteinander um, das heißt, ich beleidige und beschimpfe niemanden.
  • Beim Klingeln stelle ich mich mit meiner Klasse auf und warte auf meinen Lehrer.
  • Bei Verletzungen und Problemen hole ich einen Erwachsenen dazu.
  • Ich bringe ausgeliehene Pausenspiele zurück in die Klasse.
  • Ich bleibe auf dem Schulhofgelände.
  • Ich halte die Toiletten sauber.
  • Ich höre auf die Aufsichtspersonen.
  • Ich gehe leise und langsam durch die Schule.
  • Stopp-Regel: Ich löse Konflikte ohne Gewalt. (Halt, keine Gewalt!)

Halt, keine Gewalt

Das Programm "Halt, keine Gewalt" ergänzt das Erziehungskonzept unserer Schule. Durch geschulte Mitarbeiter des asb (Arbeitskreis soziale Bildung und Erziehung e.V.) werden die Schüler durch musikalische Theaterstücke und Konflikttraining mit alltäglichen Konfliktsituationen konfrontiert. Die Schüler werden geschult, ihre eigenen Grenzen einzufordern und Rücksicht auf andere zu nehmen. Eine deutliche Stopp-Regel "Halt, keine Gewalt" wird dabei klassenübergreifend eingeführt. Das Programm wird in der Regel alle zwei Jahre in der Schule durchgeführt.

Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen gemäß Schulgesetz § 53

Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen sind Interventionen und Reaktionen auf Störungen im Schulalltag. Sie dienen der Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Schule und dem Schutz von Personen und Sachen.

    Einzelne, erzieherische Maßnahmen sind:
  • das erzieherische Gespräch
  • die Ermahnung
  • Gruppengespräche mit Schülerinnen und Schülern (und Eltern)
  • die mündliche oder schriftliche Missbilligung des Fehlverhaltens (Denk-Nach-Zettel)
  • der Ausschluss von der laufenden Unterrichtsstunde
  • die Nacharbeit unter Aufsicht nach vorheriger Benachrichtigung der Eltern
  • die zeitweise Wegnahme von Gegenständen
  • Maßnahmen mit dem Ziel der Wiedergutmachung angerichteten Schadens
  • die Beauftragung mit Aufgaben, die geeignet sind, das Fehlverhalten zu verdeutlichen
  • bei wiederholtem Fehlverhalten schriftliche Information an die Eltern
    Ordnungsmaßnahmen sind:
  • der schriftliche Verweis
  • die Überweisung in eine Klasse oder Lerngruppe
  • der vorübergehende Ausschluss vom Unterricht von einem Tag bis zu zwei Wochen und von sonstigen Schulveranstaltungen
  • die Androhung der Entlassung von der Schule
  • die Entlassung von der Schule
  • die Androhung der Verweisung von allen öffentlichen Schulen des Landes durch die obere Schulaufsichtsbehörde
  • die Verweisung von allen öffentlichen Schulen des Landes durch die obere Schulaufsichtsbehörde

Ordnungsmaßnahmen werden auch bei außerschulischem Fehlverhalten mit unmittelbarer Auswirkung auf den Schulbesuch verhängt, zum Beispiel Gewalttätigkeiten gegen Mitschüler auf dem Schulweg. Über die Festsetzung der Ordnungsmaßnahmen entscheiden die Schulleitung, die Teilkonferenz (Mitglied der Schulleitung, Klassenlehrkraft, gewählte Lehrkräfte der Schulkonferenz /-pflegschaft) und ggf. die obere Schulaufsichtsbehörde.

Rechte der Beteiligten bei Ordnungsmaßnahmen

  • Ermittlung des Sachverhaltes
  • Entscheidung durch die Schulleitung
  • Durchführung der Teilkonferenz
  • Akteneinsicht
  • Beteiligung von Rechtsanwälten
 

Ausbildungskonzept

Die Lehrerausbildung in NRW gliedert sich in folgende Praxiselemente, die an unserer Schule durch die ABBA Christiane Schäfer sowie die Praktikumsbeauftragte Christiane Hörster begleitet werden:

Eignungspraktikum

Das Eignungspraktikum ist das erste Praxiselement in der Lehrerausbildung in NRW. Es ermöglicht eine strukturierte Erstbegegnung mit dem künftigen Arbeitsplatz Schule und dient dazu, einen Einblick in die verschiedenen Arbeitsfelder einer Lehrerin und eines Lehrers zu erhalten. Eignungspraktikanten sollen während des Praktikums ihre Eignung für den Lehrerberuf in den Blick nehmen und reflektieren. Vor Aufnahme des Lehramtsstudiums bewerben sich Eignungspraktikanten auf der zentralen Internetseite www.elise.nrw.de für ein 20-tägiges Praktikum. Dies soll blockweise oder an einzelnen Werktagen kontinuierlich absolviert werden. Für die Organisation, Begleitung und abschließende Eignungsberatung ist Christiane Hörster an unserer Schule zuständig.

Orientiertungspraktikum

Das nächste Ausbildungselement ist das vierwöchige Orientierungspraktikum, das im ersten Studienjahr absolviert werden sollte. Bei der Umsetzung der persönlichen Ziele sowie Beobachtungs- und Erkundungsaufgaben werden die Praktikanten bei uns von Christiane Hörster begleitet und unterstützt. Vom Institut für Erziehungswissenschaft erhalten sie dafür Vorgaben zur Erstellung eines persönlichen Portfolios. Die Auswahl des Praktikumsortes und die Bewerbung liegen in Verantwortung der Praktikanten.

Praxissemester

Das Praxissemester ist ein fünfmonatiges Praktikum an Schulen während des zweiten oder dritten Semesters im Master of Education. Studierende sollen berufsfeldbezogene Grundlagen für die nachfolgenden Studienanteile und den Vorbereitungsdienst erlangen. Dabei werden sie an unserer Schule von Frau Schäfer begleitet und unterstützt. Die Ausgestaltung des Praxissemesters erfolgt auf Basis eines Rahmenkonzepts. Die Bewerbung erfolgt über das onlinegestützte Zuweisungsverfahren www.pvp-nrw.de.

Vorbereitungsdienst/Referendariat

Im Verlauf ihrer eineinhalb jährigen Ausbildung sollen die Lehramtsanwärter/innen Kompetenzen und Standards in den Lehrerberuf kennzeichnenden Handlungsfeldern entwickeln:

  • Unterricht gestalten und Lernprozesse nachhaltig anlegen,
  • den Erziehungsauftrag in der Schule und im Unterricht wahrnehmen,
  • Leistungen herausfordern, erfassen, rückmelden, dokumentieren und beurteilen, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern beraten,
  • Vielfalt als Herausforderung annehmen und Chancen nutzen,
  • im System Schule mit allen Beteiligten entwicklungsorientiert zusammenarbeiten.

Die Schule und das ZfsL sind die zentralen Ausbildungsorte, die gemeinsam für die Ausbildung verantwortlich sind. Primäre Ansprechpartner und Berater für die Lehramtsanwärter/innen sind dabei an unserer Schule die Schulleiterin, Anke Diekmann, die Ausbildungsbeauftragte, Christiane Schäfer, sowie natürlich die beiden Mentorinnen und Mentoren der jeweiligen Ausbildungsfächer. Sie bieten durch ihre Erfahrung, Begleitung, Beratung und Zusammenarbeit die Möglichkeit zur praxisorientierten Realisierung und Ausbildung aller wesentlichen Lehrerfunktionen: Unterrichten, Erziehen, Beraten, Kooperieren, Innovieren, Verwalten und Organisieren. Zu Beginn des Ausbildungsdienstes erhalten die Lehramtsanwärter/innen ihren Stundenplan sowie eine Einführung in die Schularbeit (siehe "Checkliste"). Neben den Stunden in ihren Ausbildungsfächern, begleitet von den beiden Mentorinnen/Mentoren, stehen den Lehramtsanwärter/innen selbstverständlich die Türen aller Klassen sowie der Offene Ganztag zur Hospitation offen.

Gemeinsam mit den Mentorinnen/Mentoren planen die Lehramtsanwärter/innen ein individuelles Ausbildungsbegleitprogramm vor Beginn jedes Ausbildungsquartals, basierend auf den Handlungsfeldern des Kerncurriculums. Dieses berücksichtigt aktuelle Schultermine und ist genau auf die fachlichen wie überfachlichen Inhalte des ZfsL abgestimmt (siehe "Ausbildungsbegleitprogramm"). Am Ende jedes Ausbildungsquartals wird das individuelle Ausbildungsbegleitprogramm gemeinsam evaluiert und er werden daraus resultierend neue Zielvereinbarungen für das nächste Quartal formuliert.